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Gender Lunch Talks im Wintersemester 2021/22

Gender Lunch Talks WiSe 2021/22

Gender Lunch Talks WiSe 2021/22

Das Margherita-von-Brentano-Zentrum präsentiert im Wintersemester 2021/22 erneut im Online-Format an vier Terminen Projekte und Neuerscheinungen aus dem Bereich der Geschlechterforschung der Freien Universität Berlin.


Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, Lunch mitzubringen und mitzudiskutieren!

Inputs


Do, 04.11.2021, 12:30-13:30 Uhr (MEZ)

Prof. Dr. Katharina Bluhm, Osteuropa-Institut, Abteilung Soziologie

Gender and Power in Eastern Europe. Changing Concepts of Femininity and Masculinity in Power Relations (Buchpräsentation)

The book explores the contradictory development of gender roles in Central and Eastern Europe including Russia. In light of the social changes that followed the collapse of communism and the rise of new conservatism in Eastern Europe, it studies new forms of gender relationships and reassesses the status quo of female empowerment. Moreover, leading scholars in gender studies discuss how right-wing populism and conservative movements have affected sociopolitical discourses and concepts related to gender roles, rights, and attitudes, and how Western feminism in the 1990s may have contributed to this conservative turn. Mainly focusing on power constellations and gender, the book is divided into four parts: the first explores the history of and recent trends in feminist movements in Eastern Europe, while the second highlights the dynamics and conflicts that gained momentum after neoconservative parties gained political power in post-socialist countries. In turn, the third part discusses new empowerment strategies and changes in gender relationships. The final part illustrates the identities, roles, and concepts of masculinity created in the sociocultural and political context of Eastern Europe.

Prof. Dr. Katharina Bluhm will present the book that she has co-edited with Gertrud Pickhan Justyna Stypińska, Agnieszka Wierzcholska.

Die Zugangsdaten lauten:

Meeting Link: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m4cfc6f038ff6754bd37e3df00a866e20

Meeting-Kennnummer: 2730 056 1549

Passwort: y6ZcZMP3HK9


Do, 18.11.2021, 12:30-13:30 Uhr (MEZ)

Prof. Dr. Antonie Schmiz, Barbara Orth, M.A., Institut für Geographische Wissenschaften, AG Globalisierung, Transformation, Gender

Plattformarbeit in Berlin aus feministisch geographischer Perspektive

Auch bedingt durch die Corona-Lockdowns haben digitale Arbeitsplattformen wie Essenslieferdienste und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihnen einen Aufschwung erfahren. Viele der von Plattformen angebotenen Dienstleistungen erweisen sich in der Krise als wichtige, sogar systemrelevante, Infrastrukturen. Während die Literatur zu Fahrdiensten und Lebensmittellieferungen ständig erweitert wird, haben Forschende Plattformen, die haushaltsbezogene Dienstleistungen anbieten, vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt (Schwiter und Steiner 2020; Strüver und Bauriedl 2020). Diese Dienstleistungen umfassen das, was Feminist*innen als »Reproduktionsarbeit« bezeichnen, d.h. Kochen, Putzen, Lebensmitteleinkauf und Begleitung älterer Menschen. Das vorgestellte Projekt untersucht wie eine »Gigifizierung« der Reproduktionsarbeit diesen Sektor auf grundlegende Weise verändern wird. Zunächst werde ich kurz skizzieren, wie sich feminisierte Pflegeplattformen von den weitgehend männerdominierten Sektoren der Gig-Economy unterscheiden. Danach werde ich erste Erkenntnisse aus meiner laufenden Feldforschung vorstellen und sie aus Perspektive der feministischen Geographie und der kritischen Migrationsforschung einordnen.

Die Zugangsdaten lauten:

Meeting-Link: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=ma7df9ce10c64c6f3a457824ca4ee3dbd

Meeting-Kennnummer: 2731 457 4639

Passwort: G2EjMNPHu53


Do, 27.01.2022

Dr. Veronika Zablotsky, Institut für Philosophie, Dr. Moritz Ahlert, TU Berlin und Dr. Asita Behzadi, Charité 

Transforming Solidarities: Grundrisse eines Explorationsprojekts

»Transforming Solidarities. Praktiken und Infrastrukturen in der Migrationsgesellschaft« ist eine interdisziplinäre Forscher*innengruppe, die Berlin als »Labor« der Migrationsgesellschaft versteht und analysiert. In den Feldern Arbeit, Wohnen und Gesundheit untersuchen wir die Bedingungen von Solidarität sowie die Praktiken und Infrastrukturen, in denen sie ausgehandelt, ermöglicht oder verhindert wird. Arbeit, Wohnen, Gesundheit verstehen wir dabei als zentrale Bereiche der vielfach diagnostizierten Krise gesellschaftlicher Reproduktion, in denen Solidarität(en) heute politisch, sozial und materiell verhandelt werden. Angesichts der Herausforderung, die Fragen des sozialen Zusammenhalts unter den Bedingungen von Digitalität, Migration und sich lokal artikulierender globaler Einflüsse neu zu beantworten, zielt das Projekt auf neue Wege der kollaborativen Wissensgenerierung. In ihrem Vortrag stellen Veronika Zablotsky, Moritz Ahlert und Asita Behzadi Zwischenergebnisse vor und berichten aus ihrer interdisziplinären Zusammenarbeit. Für mehr Informationen zum Projekt: https://transformingsolidarities.net 

Die Zugangsdaten lauten:

Meeting-Link: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=ma811ff9c260f9a53bbb411d1ea4a137c

Meeting-Kennnummer: 2733 077 1446

Passwort: jrQXAZJJ457


Do, 10.02.2022, 12:30-13:30 Uhr (MEZ)

Prof. Dr. Martin Lücke, Friedrich-Meinecke-Institut und MvBZ

Queere Zeitgeschichte(n) schreiben – Ansätze und Inhalte

Was bedeutet es, Themen der geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt in der Zeitgeschichtsschreibung zu verankern, also den Versuch zu unternehmen, queere Zeitgeschichten zu schreiben? Und was kann ein solches Unternehmen für die Geschichtswissenschaften und die Geschichtsvermittlung bedeuten? Am Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte im Friedrich-Meinecke-Institut entsteht zum einen ein Handbuch »Queere Zeitgeschichten im deutschsprachigen Europa«, zum anderen wird dort im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe »Recht – Geschlecht – Kollektivität« zum Thema »Queere Geschlechter und Sexualitäten seit den 1970er Jahren« geforscht. Im Vortrag wird ein Einblick in beide Projekte gegeben – und ein Ausblick darauf, wie die Ergebnisse in der Public History und für Geschichtsvermittlung verwendet werden können.

Die Zugangsdaten lauten:

Meeting-Link: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m75a98b8c5e9b8c67a8f8451d7823212c

Meeting-Kennnummer: 2732 119 6553

Passwort: FgH3h9mnD93