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Women in Conflict: Armed Participation, Political Legacies, and Transgenerational Mental Health Effects in Post-Conflict Peru

Prof. Dr. Luisa Feline Freier (links) und Prof. Dr. Maria Böttche (rechts)

Prof. Dr. Luisa Feline Freier (links) und Prof. Dr. Maria Böttche (rechts)
Bildquelle: Christian Demarco

Projektmitglieder: 
Prof. Dr. Luisa Feline Freier (Lateinamerika-Institut), Dr. Francisca Castro (UC3M, Affiliated Researcher), Jun. Prof. Dr. Maria Böttche (Klinisch-Psychologische Intervention, Juniorprofessorin für E-Mental Health und Transkulturelle Psychologie)

Dieses Projekt untersucht, wie die Beteiligung von Frauen am internen Konflikt in Peru (1980–2000) nachhaltige Auswirkungen auf die politische Teilhabe und die psychische Gesundheit über Generationen hinweg hat. Die zentrale Frage lautet: Durch welche Mechanismen verwandeln sich die Kriegserfahrungen von Frauen in anhaltende politische Handlungsfähigkeit und psychische Traumata – oder Resilienz – für sie selbst, ihre Töchter und Enkelinnen, und in welcher Beziehung stehen diese beiden Aspekte zueinander? Peru ist ein wichtiger Fall, da Frauen auf mehreren Seiten des Konflikts beteiligt waren: als Kämpferinnen im Sendero Luminoso, als Mitglieder der staatlichen Streitkräfte und der Aufstandsbekämpfungstruppen sowie als Organisatorinnen von Zivilschutz- und Widerstandsbewegungen in den Gemeinden. Diese Vielfalt ermöglicht einen Vergleich, wie unterschiedliche Formen der bewaffneten Beteiligung langfristige Auswirkungen haben. 
Mit diesem Antrag werden Mittel zur Durchführung der grundlegenden ersten Phase beantragt: Dokumentation und Kartierung der bewaffneten Beteiligung von Frauen auf allen Seiten des Konflikts in Peru, Klassifizierung der geografischen Regionen nach Intensität und Art der Beteiligung von Frauen sowie Aufbau von Beziehungen zu Organisationen und Gemeinschaften für die zukünftige Datenerhebung. Diese Vorbereitungsarbeit schafft die Grundlage für die nachfolgenden Ziele des Gesamtprojekts: die Messung des aktuellen politischen Verhaltens und der Einstellungen über mehrere Generationen hinweg in den betroffenen Gemeinschaften sowie die Bewertung von generationenübergreifenden Traumata und psychischen Gesundheitsfolgen in Familien, die von der Beteiligung von Frauen am Konflikt betroffen sind.