Normierte Vielfalt: Wie technische Standards Diversität und Differenz (re-)produzieren
Technische Normen wie DIN oder ISO strukturieren nahezu alle gesellschaftlichen Lebensbereiche – von Mobilität und Architektur bis zur digitalen Kommunikation. Obwohl sie als neutrale, zeitlose Regelwerke erscheinen, sind sie Produkte von Macht- und Wissenskämpfen und wirken als Soft Laws, ohne unmittelbar parlamentarisch-demokratisch legitimiert zu sein. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Normierte Vielfalt" untersucht erstmals systematisch, wie technische Normungsdokumente Verhältnisse von Diversität und Differenz repräsentieren, konstruieren oder unsichtbar machen.