Gender Lunch Talks im Sommersemester 2026
Das Margherita-von-Brentano-Zentrum präsentiert im Sommersemester 2026 erneut Projekte und Neuerscheinungen aus dem Bereich der Geschlechterforschung der Freien Universität Berlin.
Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, Lunch mitzubringen und mitzudiskutieren!
Inputs
Do, 04.06.2026, 12:30-13:30 Uhr (hybrid)
Clara Bittner Solis, L.A. Evans (Institut für Philosophie, FU Berlin)
Liebe, Freundschaft, Revolution? Sozialer Wandel als Beziehungsfrage
Dass Beziehungen ein transformatives Potential innewohnt, sei es durch den Glauben an Gemeinschaft (Fromm) oder die Gegenbewegung zur Gewalt (hooks), ist bekannt. Doch worin genau liegt die politische Praxis von Beziehungen? In unserem kollaborativen Forschungsprojekt, gefördert von der Berlin University Alliance, untersuchen wir die Rolle von Liebe und Freund:innenschaft für gesellschaftliche Veränderung. Ergänzend zur begrifflich-konzeptuellen Auseinandersetzung entlang verschiedener, u.a. feministischer und Schwarzer Denker:innen, kommt sowohl im ersten Semester zur Liebe, als auch im jetzigen Semester zur Freund:innenschaft, die praktische Auseinandersetzung mit Archiven und Publikationen. Den Kern der gemeinsamen Forschung bildet neben der philosophischen Diskussion die kollaborative Arbeit an einem Zine. In Essays, Interviews, Fotografien und weiteren künstlerischen Formen nähern wir uns der Frage, welche Rolle Beziehungen für emanzipatorische Bewegungen spielen können.
Hybrid-Veranstaltung
Teilnahme unter: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m6335ddcda9bb499a86d226596242732e
Oder im Raum K31/102 , Freie Universität Berlin, Rost- und Silberlaube
Do, 16.07.2026, 12:30-13:30 Uhr (hybrid)
Berit Johannsen (Institut für Englische Philologie)
Transfeindlich und transphobic in deutsch- und englischsprachigen Onlinediskursen
Die Wörter transfeindlich und transphobic können als soziopolitische Schlüsselbegriffe in gegenwärtigen deutsch- und englischsprachigen öffentlichen Diskursen über Fragen von Geschlecht und Sexualität betrachtet werden. Ihre Gebrauchshäufigkeit hat in den letzten Jahren zugenommen und ihre Bedeutung ist Gegenstand aktiver Auseinandersetzungen. In meinem Vortrag präsentiere ich Ergebnisse einer korpuslinguistischen Untersuchung von deutsch- und englischsprachigen Twitter-Daten (aus der Zeit vor der Umbennung in X). In meiner Analyse identifiziere ich anhand häufiger lexikogrammatischer Muster Strategien, die in semantischen Kämpfen um die Wörter transfeindlich und transphobic verwendet werden.
Berit Johannsen. 2025. Debating discrimination: Transphobic and transfeindlich in English and German news and Twitter discourse. In Journal of Corpora and Discourse Studies 8. 93–122.
Hybrid-Veranstaltung
Teilnahme unter: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m94112925681061aee8253d588a5c804b
Oder im Raum K31/102 , Freie Universität Berlin, Rost- und Silberlauben
